Wenn Essen zur Krankheit wird

Wenn Essen zur Krankheit wird

Essen kann auch zu Suchtverhalten führen. Dies manifestiert sich zum Beispiel in der Magersucht oder in der Ess-Brech-Sucht. Beides sind psychische Krankheiten, die unbedingt behandelt werden müssen, da sie ansonsten sogar zum Tod führen können.

Bulimie

Die Bulimie oder Ess-Brech-Sucht ist eine Erkrankung, von der hauptsächlich weibliche Personen im Alter von 17 bis 30 Jahren betroffen sind. Diese Personen konsumieren übermäßig viel Nahrung und versuchen diesen Überkonsum durch Erbrechen wieder zu kompensieren. Manche betreiben dabei auch sehr viel Sport. Die Bulimie führt in der Folge zu Herzrhythmusstörungen und Verdauungsproblemen. Dazu kommen in manchen Fällen noch depressive Verstimmungen und ein Hang zu übermäßigem Konsum von Alkohol oder Drogen. Behandelt wird die Krankheit im Rahmen einer psychiatrischen Therapie. Unterstützt wird die Therapie durch die Gabe bestimmter Medikamente. Viele Patienten müssen sich dafür sogar in stationäre Behandlung begeben. Es wichtig, die Bulimie bereits frühzeitig zu erkennen, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Anorexie

Diese Krankheit wird landläufig als Magersucht bezeichnet. Sie ist ebenfalls eine psychische Erkrankung und tritt vorwiegend bei jungen Mädchen und Frauen auf. Diese Essstörung zeigt sich in einem weitgehenden Verzicht auf das Essen. Die Betroffenen verweigern die Nahrungsaufnahme und ziehen sich innerlich zurück. Verbunden ist die Krankheit mit Depressionen und Missstimmungen. Damit geht auch ein extremer Gewichtsverlust einher, der in manchen Fällen sogar zum Tod führen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Krankheit von den Angehörigen eines Patienten rechtzeitig erkannt wird. Die Behandlung erfolgt ebenfalls auf psychiatrischer Ebene und wird medikamentös unterstützt.

Essstörungen sind eine Folge von Stress und einer unausgeglichenen Lebensführung. Oft verursachen auch familiäre Probleme oder Beziehungsprobleme diese Krankheiten. Aus Angst oder aus einem Schamgefühl heraus werden diese Erkrankungen oft verschwiegen, was allerdings nicht der richtige Weg ist. Je früher eine Essstörung behandelt wird, desto größer sind auch die Erfolgsaussichten. Das Ziel, das man mit einer Therapie verfolgt, ist das Essverhalten wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

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nisarg